Personalaustausch setzt Schwerpunkt des Workshops

Instrumente zur Beschäftigungssicherung bieten Unternehmen und Institutionen der Metall- und Elektrobranche neue Chancen

Schlagzeilen wie Personalabbau, Mangel an Fachkräften oder Teuerung der Arbeitskraft bestimmen das Tagesgeschäft der Metall- und Elektrobranche. Dass es zahlreiche Instrumente gibt, die zur Beschäftigungssicherung eingesetzt werden können, bewiesen Expertengespräche zwischen Geschäftsführern, Personalverantwortlichen, Belegschafts- und Verbandsvertretern am 30. September auf dem Workshop "Beschäftigungssicherung in der Dortmunder Metall- und Elektrobranche". Veranstalter waren die CE-Consult und das Projekt-Team KPFM der Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung Dortmund. Zu den Projektpartnern gehören die Beratungsunternehmen gaus GmbH und SI-Consult.

Instrumente zur Beschäftigungssicherung

Elf Instrumente stehen den Unternehmen bei größeren Auftragsschwankungen oder Krisen zur Auswahl: beispielsweise flexible Arbeitszeit, Kurzarbeit, Begrenzung des Outsourcings. Diese Instrumente, sinnvoll an einzelbetriebliche Bedarfe angepasst, können wirtschaftliche und personelle Auswirkungen reduzieren. Nur ein Teil der Instrumente sei in der Branche bekannt, berichtete Dr. Andreas Bach, CE-Consult, von einer Befragung Dortmunder Handwerks- und Industrieunternehmen. "Im Vergleich zum Ausland wird in Deutschland häufig zu schnell Personal abgebaut statt nach Alternativen zu suchen."

New Deals vor Ort

Dr. Andreas Bach (CE-Consult) referiert zum Thema "Auswertung der Expertengespräche zur Beschäftigungssicherung"

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Teilnehmer/-innen des Workshops

 

Perspektive betriebsübergreifender Personaleinsatz

Eine lebhafte Diskussion unter den Teilnehmenden entfachte das Thema betriebsübergreifender Personaleinsatz - Stichwort "Kollegenhilfe" im Handwerk. Bei dieser Form des Personalaustausches bleiben die Mitarbeiter weiterhin beim abgebenden Unternehmen beschäftigt. Das Elektrohandwerk sammelte hierzu bislang in Dortmund positive Erfahrungen. Die Praxis des Handwerks zeigt, dass sich das Instrument, die "kleine Pflanze der Unternehmenskooperation", erst im Laufe der Zeit voll entwickelt. Dieser Marktplatz von Angebot und Nachfrage der Personalüberlassung sollte "über einen kurzen Draht" für Unternehmen der Metall- und Elektrobranche koordiniert werden. Zusätzlich bietet dieses Instrument Unternehmensleitungen und Betriebsräten der Branche die Chance, sich mit Netzwerkpartnern ohne den eigenen Imageverlust miteinander auszutauschen. Dr. Uwe Jürgenhake von der SI-Consult: "Unternehmen und Institutionen werden das Instrument betriebsübergreifender Personalaustausch zukünftig stärker nutzen. Allerdings dürfen Konkurrenzbeziehungen zwischen Unternehmen nicht zu groß, Vertrauen und Mitarbeiterqualifikationen müssen vorhanden sein." Für praktische Überlegungen stehen den Unternehmen alle Projektpartner zur Verfügung.

Transfer der Instrumente

Zum Transferkonzept Beschäftigungssicherung gehört das geplante Handbuch zur Beschäftigungssicherung. Dieser Leitfaden sensibilisiert für das Thema, informiert über elf Instrumente der Beschäftigungssicherung und nennt Kontaktpartner.

Kontakt

Dr. Andreas Bach, CE-Consult, Tel. (0231) 20 200-0

Elke Hülsmann, Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung Dortmund,
Projekt KPFM, Tel. (0231) 50-24274